Familienwappen erstellen, Wappenentwurf Wappenstiftung, Symbole - Motive

Wappenentwürfe

Wappenentwurf, Wappenstiftung, Symbole, Motive. Nach Möglichkeit soll das neue Wappen redend sein, d.h. den Familiennamen in bildlicher Form wiedergeben. Ferner muss sich jedes neu geschaffene Wappen von anderen, schon bestehenden Wappen hinreichend unterscheiden, d.h. es darf ihnen weder völlig gleichen, noch zum Verwechseln ähnlich sein.
Dieser Ausschließlichkeitsgrundsatz verbietet es, bei neu zu schaffenden Wappen auf allzu einfache oder häufig vorkommende Schildteilungen und Schildfiguren, z. B. Ähren, Pflugscharen, Schwerter, zurückzugreifen, da solche Schildbilder meist längst durch ältere Wappen belegt sind.
Auf die etymologische Richtigkeit der Herleitung eines Namens kann wie zur Zeit der mittelalterlichen Heraldik verzichtet werden. Viele Familiennamen lassen sich auf diese Weise problemlos in heraldische Bilder übertragen. Den Beweis liefern zahlreiche Wappen mit redenden und halbredenden Schildbildern aus Vergangenheit und Gegenwart wie die unten stehenden Beispiele zeigen.

Seit Jahrhunderten ist das Wappen Kennzeichen und zugleich gemeinsames Symbol einer oft weitverzweigten, traditionsbewußten Familie. Wappeninhalt und Wappenform sollen daher Symbolcharakter bewahren: einfach, klar, einprägsam und sinnvoll.

Für einen Wappenentwurf - Wappenstiftung ist für das zu entwerfende Wappen die Aufstellung der Stammreihe der Familie (Namen, Vornamen, Lebensdaten, Berufe von möglichst vielen Generationen der Vorfahren im Mannesstamm) unerläßlich, wenn dieses den  Namen, die Ursprungsheimat und die berufsständische Zuordnung des Geschlechts durch heraldische Symbole und Motive versinnbildlichen soll.

Beispiele für redende Wappen

Redende Wappen.
Unzählige  aus Orts-  oder  Flurnamen,  Landschaftsnamen, Tiernamen, Berufsbezeichnungen oder  aus Vornamen entstandene Familiennamen
lassen sich in sinnvoller Weise in die heraldische Bildsprache umsetzen.

Mögliche Symbole und Motive für den Entwurf eines Familienwappens

•  Bildliche Umsetzung des Familiennamens
•  Anspielung auf die Stammheimat der Vorfahren
•  Symbolisierung traditioneller Berufe der Familie
•  Einarbeitung des Anfangsbuchstabens sofern heraldisch umsetzbar

Wappen erstellen

(Vorab sollte geprüft werden, ob die Familie früher bereits ein Wappen geführt hat.)

Eine zeitraubende Forschung nach einem etwa existierenden Familienwappen, hat nur Sinn, wenn bestimmte Anhaltspunkte vorliegen, die eine Wappenführung vermuten lassen. Für Adelsfamilien und deren Wappen stehen zahlreiche Quellen zur Verfügung. Alle Adelsgeschlechter, der hohe und der niedere Adel, waren als Landesherren oder Staatsbedienstete zur Wappenführung verpflichtet. Ihre Wappen sind fast ausnahmslos erfaßt und in der heraldischen Literatur veröffentlicht.

Die Meinung, daß auch alle bürgerlichen Familien Wappen geführt haben, ist dagegen irrig. Mit Beginn des 13. Jahrhunderts lassen sich aber bereits die ersten bürgerlichen Wappen nachweisen. Besonders bei Gelehrten und Patriziern zeichnet sich eine besonders hohe Wappenfreudigkeit aus. Aber auch die Handwerker und deren Zünfte führen bereits im 14. Jahrhundert Wappen

Die Wappenreinzeichnung

Richtig dargestellt wird das Wappen von einem Heraldiker oder einem dazu berufenen Graphiker, der nicht nur genaue Kenntnis aller heraldischen Regeln  besitzt, sondern auch über das erforderliche gestalterische  Können für dieses Spezialgebiet verfügt.

Der Entwurf wird zunächst als repro-fähige Reinzeichnung in Schwarzweiß angefertigt. Dieses kann in Form einer Handzeichnung oder auf einem Computer mit einem geeigneten Zeichenprogramm erfolgen. Verwendung findet diese Zeichnung besonders als Vorlage für Gravuren, Prägewerkzeuge, Gummistempel und Visitenkarten.
Colorierte Wappenzeichnungen, als künstlerisch hochwertige  Handmalerei oder Computerausdrucke, finden vielfache Verwendungen in allen kunsthandwerklichen Bereichen.

Über die Registrierung eines Familienwappens erfahren Sie mehr auf der nächsten Seite Wappenrecht.
Wappen-Repro
Wappen handgemalt